Wissenschaftler aus dem Kompetenznetz Schlaganfall an neu gegründetem „European Stroke Network“ beteiligt
Größtes europäisches Schlaganfallprojekt soll länderübergreifende Zusammenarbeit fördern
Gemeinsam mit "Eustroke" in Mannheim bildet die Initiative das "European Stroke Network (ESN)", das bislang größte Forschungsnetzwerk Europas. In ihm arbeiten führende Wissenschaftler und erfahrene Kliniker, um Europa zu einem Vorreiter in der Schlaganfall-Forschung zu machen.
An beiden Initiativen sind mit Professor Ulrich Dirnagl und Professor Matthias Endres aus Berlin sowie Professor Stephen Meairs und Professor Michael Hennerici aus Mannheim und Professor Werner Hacke aus Heidelberg langjährige Mitglieder des Kompetenznetzes Schlaganfall (KNS) führend beteiligt.
Somit sind renommierte Forscher aus dem KNS nicht nur auf nationaler Ebene sondern auch auf europäischer Ebene erfolgreich. Die Förderung der Schlaganfallforschung in Deutschland im Rahmen des Kompetenznetzes Schlaganfall durch das BMBF seit 1999 hat dazu beigetragen, die seit Jahren schon hervorragende Qualität der Schlaganfallforschung in Deutschland weiter zu verbessern, was sich unter anderem in diesem internationalen Erfolg ausdrückt.
Die Bandbreite der Forschungen im „European Stroke Network“ ist vielfältig: sie reicht von der Grundlagenforschung über die Akutbehandlung bis hin zur Nachversorgung und Regeneration. Um neue Behandlungsmethoden im Rahmen des Projekts zu erforschen, wird der seit Mitte Februar 2008 in Betrieb genommene neue Magnetresonanz-Tomograph (3 Tesla-MRT) genutzt. Dieser besondere Hochfeldmagnet-Tomograph befindet sich direkt auf der Schlaganfallstation der Charité – Universitätsmedizin, Campus Benjamin Franklin. In Deutschland ist die direkte Anbindung eines MRTs an die Schlaganfallstation einmalig.
Kompetenznetz Schlaganfall
Das Kompetenznetz Schlaganfall erforscht die Ursachen des Schlaganfalls, neue Diagnose-, Behandlungs- und Rehabilitationsmöglichkeiten sowie die aktuelle Versorgungslage von Schlaganfallpatienten in Deutschland. Die Forscher sind in mehr als vierzig interdisziplinären Projekten in neun thematisch ausgerichteten Subnetzen organisiert. Der Forschungsverbund ist ein seit 1999 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes bundesweites Netzwerk, in dem Ärzte, klinische Wissenschaftler und Grundlagenforscher eng zusammen arbeiten. Ziel ist es, die Kompetenz der beteiligten führenden Forschergruppen zu bündeln, die Kommunikation zwischen Wissenschaftlern, Ärzten und Betroffenen zu verbessern – und damit die Schlaganfallforschung noch effizienter voranzutreiben.
