10.05.2007

Rückblick: 1. Internationales Symposium des Kompetenznetzes Schlaganfall

Am 24. und 25. November letzten Jahres fand das erste Internationale Symposium des Kompetenznetzes Schlaganfall statt. Aufgrund des Erfolges dieser Veranstaltung und der positiven Resonanz widmet sich ein Rückblick dieser Tagung.

Mehr als 200 Ärzte und Forscher besuchten am 24. und 25. November das erste Internationale Symposium des Kompetenznetzes Schlaganfall (KNS) im Café Moskau in Berlin. Zusätzlich zum Symposium fand an beiden Tagen eine Fortbildungsveranstaltung statt. Geleitet wurde das Symposium vom Koordinator des KNS, Arno Villringer, und vom KNS-Sprecher Karl Max Einhäupl von der Charité. Im Mittelpunkt standen die wichtigsten Ergebnisse aus dem Forschungsverbund aus den Bereichen Genetik, Prophylaxe, Akutdiagnostik und -therapie sowie Rehabilitation, Telemedizin und Public Health. Außerdem gaben führende internationale Wissenschaftler wie etwa Markku Kaste von der Universität Helsinki, Nick Ward vom University College London,  Barbro B. Johansson von der Lund University und Leif Østergaard von der Universität Aarhus, einen Überblick über die aktuellen Handlungsfelder und zukünftigen Ziele der weltweiten Schlaganfallforschung.

Übereinstimmend lobten die internationalen Experten die einmalige Struktur des KNS. „Gerade durch die wichtige Verknüpfung zwischen Klinik und Forschung im Kompetenznetz können wesentliche Fortschritte in der Schlaganfallbehandlung erzielt werden“, so Costantino Iadecola von der Cornell University, New York, bei seinem Vortrag zur Schlaganfallprävention. Auch Cornelia van Duijn vom Erasmus Medical Center Rotterdam betonte bei ihrem Vortrag zur Schlaganfallgenetik: „Oft stehen erst durch die Zusammenarbeit vieler Forschergruppen genügend Patientendaten zur Verfügung, um aussagekräftige, allgemeingültige Ergebnisse zu erhalten.“ Hierzu leiste das Kompetenznetz einen wichtigen Beitrag.

Die Vorträge wurden im großen Saal im Café Moskau gehalten.

Im Rahmen des Symposiums wurde auch erstmals der mit 2000 Euro dotierte „Young Scientist Award“ des KNS verliehen. Der Preis ging an den Nachwuchsforscher Dr. Christoph Kleinschnitz von der Neurologischen Klinik der Universität Würzburg. Der Wissenschaftler wurde unter anderem für eine Arbeit gewürdigt, die im „Journal of Experimental Medicine“ (J Exp Med. 2006; 203 (3): 493-5.) veröffentlicht wurde. Kleinschnitz und Co-Autoren hatten herausgefunden: Mäuse, bei denen der Blutgerinnungsfaktor XII blockiert ist oder fehlt, erleiden deutlich kleinere Schlaganfälle als ihre normalen Artgenossen. 
 
Abgerundet wurde das Symposium durch eine Abendveranstaltung im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart Berlin, bei der die Teilnehmer zuerst die Gelegenheit hatten, verschiedene Ausstellungsräume zu besichtigen, um danach die Feier im angegliederten Restaurant Sarah Wiener zu genießen.

 

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